Bravelands


Darum geht’s:

Um die Bravelands. So heißt in diesem Buch die Savanne Afrikas; schon der Name macht klar, es ist nicht nur einfach die Savanne, sondern eine mystische Welt. Hier leben seit ewigen Zeiten alle Tierarten zusammen: Löwen, Zebras, Geparden, Hyänen, Geier, Erdmännchen, Elefanten, Krokodile, Paviane und alle uns aus dem Zoo und aus dem Fernsehen so gut bekannten Tiere. Nicht direkt friedlich, aber mit Anstand und Ehre: „Töte nur, um zu überleben.“ Über all das wacht und richtet die Große Mutter, eine alte Elefantenkuh. Denn nicht alle halten sich an diesen Kodex, und der Löwe Titan bricht ihn gleich mehrfach.

Das Besondere an diesem Buch:

Erin Hunter schreibt Serien wie andere Socken stricken, gut, gekonnt, mengenweise, was für viellesende Kinder wichtig ist, damit sie regelmäßig Nachschub bekommen. Beim Setting orientiert sich die Autorin an den realen Gegebenheiten, erschafft also keine eigenen mythischen Welten. Schauplatz ist die Savanne, wie man sie aus Filmen und Büchern kennt: mit Ebenen voller Gras, glühender Hitze, Regenzeiten und Wasserlöchern, bevölkert von weidenden Herden, Raubtierrudeln, Trupps von Affen. Auch bei der Darstellung der Tiere bleibt die Geschichte eng am tatsächlichen Verhalten. Fantasy-Elemente sind die tierisch-menschliche Sprache, die Gefühle und die Regeln und Gesellschaftsstrukturen, die bei den einzelnen Tierarten herrschen.

Warum es besonders geeignet ist:

Kinder, die hier Feuer fangen, sind über Jahre versorgt mit Lesestoff. Selbst wenn sie danach nie wieder lesen, haben sie bis dahin so viel gelesen, dass man sich über ihre Literalität keine Sorgen mehr machen muss. Einen Versuch, sie dafür zu begeistern, ist es also wert.


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