Medienkompetenz


Alle Kinder verfügen über literarische Bildung – auch wenn sie nicht oder noch nicht lesen können und auch nichts vorgelesen bekommen. Denn jedes Kind - ob büchernah oder bildungsfern - schaut gern Filme, kennt sich aus mit seinen Lieblingsgestalten, -themen, und -geschichten. Wir sehen in dieser Geschichten-Kompetenz einen versteckten Schatz an Wissen und Literalität, den wir mit nemo bergen und vermehren wollen. Gleichzeitig nutzen wir die hohe positive Motivation, die mit „Filme schauen“ verbunden für unser Projekt.

Was hat das mit Medienkompetenz zu tun?

Oft sind die – eigentlich positiven – Medienerfahrungen der Kinder von Sorgen und Verboten geprägt. Die Eltern empfinden Unterhaltungsfilme als Zeitverschwendung und fordern die Kinder auf, lieber ein gutes Buch zu lesen oder anspruchsvolle Hörspiele zu hören. Die schulisch eingesetzte Präsentation gerade dieser Blockbuster-Filme, soll das Erleben der Kinder aufwerten und ihr Selbstwertgefühl stärken.

Ohne den Filmgenuss in irgendeiner Weise abzuwerten oder mit Schuldgefühlen zu belasten, soll im gelenkten Unterrichtsgespräch über die Filme nachgedacht und diskutiert werden. Es stellen sich Fragen wie: Was bewirkt die Vermenschlichung und Verniedlichung von Tieren beim Zuschauer? Besteht die Gefahr, dass Dinge aus den Filmen nachgeahmt werden (etwa einen Fisch ins Klo werfen, um ihm „Freiheit“ zu geben), oder dass Tiere wegen der Botschaft der Filme nicht artgerecht gehalten werden? Aber ist es nicht auch gut, dass die Tiere animiert sind und keine echten Tiere dressiert werden müssen? Wo sind die Grenzen zwischen Fiktion und Realität? Darf man wirklich alles glauben, was Film und Fernsehen einem zeigen – oder ist es immer gut, kritisch nachzufragen. Natürlich gelten die Ergebnisse des Gesprächs nicht nur für Blockbuster Filme - die Kinder können sie unmittelbar auch auf Youtube-Clips oder Netflix-Serien übertragen.

Die Sorgen und Ängste vor den digitalen Medien – vor Games, Apps, Social Media – sind vielfältig und zum Teil auch begründet. Dennoch sind Internet und Smartphone aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Deshalb ist es wichtig, die Kompetenz der Kinder in diesem Bereich zu schulen und Selbststeuerung zu lehren, statt sie mit Sorgen und Regeln zu überfrachten.

Bei der Recherche zu den Tieren und Lebensräumen kann neben den Büchern auch das Internet eingesetzt werden. Auch hier kann nemo ein Anstoß sein zu lernen, wie man sich verantwortlich, selbstbewusst und kreativ in der digitalen Welt bewegt.

Animierte Tierfilme und Filmtiere sind durchweg positiv besetzt – dies will nemo nutzen, um das Bewusstsein für Umwelt, Natur und Lebewesen zu wecken, Forschungseifer und Leselust anzufachen, aber auch Medienkompetenz und Teamfähigkeit zu fördern.

Ausgewählt haben wir die Filme nach den folgenden Kriterien:

  • Sie sollten die Qualitäten eines Blockbusters haben, damit wirklich alle Kinder einen Zugang finden und der Projekttag in guter Erinnerung bleibt.
  • Trotz „Massentauglichkeit“ vermitteln die ausgewählten Filme einiges an Wissen und Botschaften über Tiere, Umwelt und Lebensräume. Die vermenschlichten Seiten der Filmtiere bringen den Kindern Werte wie Mut, Freundschaft, Menschenfreundlichkeit, Gutherzigkeit und Verantwortungsbewusstsein nahe.
  • Ein besonderes Augenmerk wurde zudem auf ein breites Angebot an Identifikationsfiguren gelegt, auf den Wechsel von Spannung und Entspannung, Action und ruhigen Momenten, und auf nachvollziehbaren – vielleicht einen Tick frechen – Humor, der nicht unter dem Niveau der Kinder ist, sondern sie fördert.
Norm – König der Arktis

Norm of the North

Rio

Teil 1 und Teil 2

Madagascar 2

Escape 2 Africa

Free Birds

Esst uns an einem anderen Tag

Die Winzlinge

Operation Zuckerdose

Findet Nemo

Finding Nemo