Ab durch die Hecke


Darum geht’s

Richie Waschbär ist der persönliche Bedienstete vom Bären Vincent, muss dessen Winterschlaf und Vorräte bewachen. Als er mit den Vorräten fliehen möchte, wird er erwischt und muss alle innerhalb einer Woche neu besorgen, sonst will der Bär ihn fressen. In seiner Not schleicht er sich in eine bunte Tierfamilie ein, die aus einer Schildkröte, einem Eichhörnchen, einem Stinktier, zwei Opossums und fünf Stachelschweinen besteht. Er stiftet sie an, in der Luxussiedlung, die während des Winters hinter der großen Hecke gebaut wurde, in die Häuser einzudringen und Essen zu stehlen. Ein gefährliches Unterfangen für die kleinen Wildtiere.

Das Besondere an diesem Film

„Ab durch die Hecke“ ist ein Kultfilm mit viel Schwung. Richie und seine Freunde sind einzigartige Persönlichkeiten, jeder mit seiner besonderen tierischen Art und einer menschlichen Schwäche: Schildkröte Verne hat bei allem Bedenken, Eichhörnchen Hammy ist hyperaktiv. Alle sind sehr liebenswert und neben der Umwelthematik bietet der Film viele Themen, die für Kinder wichtig sind z. B. dass jeder einzelne zählt und alle gemeinsam stark sind.

Wichtig fürs Projekt

Der Film ist bis ins letzte Detail durchchoreografiert und es gibt keine Minute Langeweile. Er ist bereits mehr als zehn Jahre alt und man kann gut aufzeigen wie Filmemacher den einzelnen Tieren ihre menschlichen Charaktere einhauchen und dabei trotzdem die tierischen Eigenschaften erhalten. Auch wie Tiere in Filmen dargestellt werden, um beim Zuschauer Empathie und Interesse zu wecken und welcher Klischees sich dabei bedient wird. Und wieso wunderschöne Tiere wie Richie und Co von uns Menschen als Schädlinge betrachtet und oft gnadenlos verfolgt werden. Wäre es nicht möglich, einvernehmlich mit ihnen zu leben?

Fragen fürs Unterrsichtsgespräch

Im Film gibt es die Truppe um Richie – und die dicken Haustiere.

  • Woran erkennt man jeweils sofort, wer Haus- und wer Wildtier ist?
  • Mit welchen Mitteln haben die Filmemacher das gemacht? Ist das in echt auch so?
  • Was meint ihr, warum sagt Richie nicht, dass er Hilfe braucht, sondern lügt seine Freunde an und bestiehlt sie?
  • Im Film ist der Grizzly der Böse, der Waschbär Richie sein Diener. Meint ihr, das wäre in der Natur auch möglich?
  • Richies Freunde haben alle eine ganz bestimmte Persönlichkeit. Findet ihr sie typisch für das Tier? Oder könnte auch die Schildkröte hektisch sein und das Eichhörnchen ganz ruhig?
  • Wisst ihr, woher Waschbären ihren Namen haben?
  • Was meint ihr, welche Wildtiere hinter euer Hecke leben? Was könntet ihr tun, um ihnen das Leben angenehmer zu machen?

Tierische Hauptdarsteller

Stachelschwein bzw. Baumstachelschwein, auch „Nordamerikanischer Baumstachler“ genannt. Sie leben in Nordamerika und eigentlich fliehen sie lieber, als zu stacheln. Aber wenn es nicht anders geht, sträubt und kugelt sich das Tier und schlägt mit dem Schwanz – die relativ leicht abgehenden Stacheln bohren sich dann dem Feind ins Fell bis unter die Haut.

Opossums sind Beutelratten, nachtaktiv, einzelgängerisch und leben in Nordamerika. „Playing possum“ sagt man, wenn man so tut, als wäre man nicht zu Hause oder könnte nicht ans Telefon. Sich totstellen, dass können die Tiere wirklich großartig und völlig übertrieben: Wenn Gefahr droht, legen sie sich zur Seite, strecken ihre Zunge raus und verlieren ihren Darminhalt, spätestens das lässt Fressfeinde wieder abdrehen.

Schildkröten sind uralt und bevölkern seit vielen Millionen Jahren die Erde. Heute gibt es einige hundert Arten, kleine Sumpfschildkröten, mittlere Waldschildkröten und riesige Meeresschildkröten.

Eichhörnchen nannte man früher die Affen unserer Wälder und tatsächlich kann man den kleinen flinken Flitzern beim Toben und Klettern und Hopsen stundenlang zuschauen. Im Herbst ist die beste Zeit dazu, weil sie da auf Vorratssuche für den Winter viel unterwegs sind. Sie bauen ein Nest aus Zweigen, das man Kobel nennt. Eichhörnchen kennt jeder, der puschelige, hörnchenförmige Schwanz und die „Pützer“ an den Ohren sind typisch. Heimisch bei uns sind die roten Eichhörnchen, es gibt in Europa, vor allem in Großbritannien auch noch Grauhörnchen, diese stammen aus Nordamerika. Die sind grauer, größer und haben keine Ohrenpützer. Sie sind noch weniger wählerisch, was das Fressen angeht und ein bisschen dreist: sie fressen Abfall, vergreifen sich an Vögeln und mopsen Leckerbissen zur Not direkt von der Picknickdecke.