Die Überflieger


Darum geht’s

Ein kleiner Spatz ist Waise noch bevor er aus dem Ei schlüpft und wird von einem Storchenpaar aufgenommen. Sie ziehen ihn zusammen mit ihrem Sohn groß. Doch als sie sich in den Süden aufmachen, befürchten die Storcheneltern, dass der kleine Spatz die Reise nicht schafft und lassen ihn schlafend zurück. Er aber folgt ihnen und schafft es bis nach Afrika. Und als er dort seinen Bruder Max aus den engen Höhlen eines Raubtiers retten muss, ist es sogar von Vorteil, dass er so klein ist.

Das Besondere an diesem Film

Die Geschichte wird auf besonders einfühlsame und lustige Weise erzählt. Die Wärme von Richards Ersatzfamilie ist spürbar. Und auch Wellensittich Kiki und Zwergeule Olga, die er unterwegs trifft, sind sehr unterhaltsam: Kiki sieht sich als singender Socialmedia-Star und Olga hat immer ihren imaginären Freund Oleg dabei.

Wichtig fürs Projekt

Das Leben der Vögel und besonders der Zugvögel lässt sich gut thematisieren. Besonders, dass wir die Vögel in beiden Lebensräumen erleben, macht klar, dass sie zwar einen Teil des Jahres bei uns leben, aber nicht unsere Vögel sind. Heimische Arten sind es zwar schon, aber es ist wichtig, nicht nur vor der Haustür Vogelfutter auszustreuen, sondern zu überlegen, wie man insgesamt der Tierwelt helfen kann und welche Auswirkungen das eigene Handeln hat.

Fragen fürs Unterrichtsgespräch:

Störche sind Zugvögel.

  • Wisst ihr, was man damit meint und warum fliegen sie im Winter in den Süden? Gibt es auch Vögel, die in den Norden fliegen? Oder von dort kommen, um bei uns den Winter zu verbringen?
  • Manche Arten bleiben im Winter auch hier, kennt ihr welche und wie kommen sie über den Winter?
  • Können Vögel wirklich mit ihren Flügeln so gestikulieren und sie wie Hände benutzen? Können sie mit ihren Schnäbeln lächeln?
  • Woran erkennt man auf den ersten Blick, dass Mama Storch eine Frau ist und Papa Storch ein Mann? Wäre das bei einem echten Vogel auch so eindeutig? Woran unterscheiden sich Vogelmännchen und Weibchen in der Natur?
  • Störche kommen in vielen Märchen und Sagen vor: Als Glücksbringer oder als der berühmte Klapperstorch, der -wie manche früher glaubten - die Kinder bringt. Wisst ihr, warum es Klapperstorch heißt?

Tierische Hauptdarsteller

Sperling oder Spatz: sind kleine braun-beige Vögel und tschilpen den ganzen Tag. Das Männchen hat eine schwarze Brille und einen schwarzen Latz unter dem Schnabel. Auf dem Foto sieht man ein Weibchen. Haussperlinge, auch Spatzen genannt, fühlen sich nur wohl, wenn sie mit anderen Paaren zusammen ihre Nester bauen; das nennen Vogelfachleute Koloniebrüter. Sie haben sich vor über 10 000 Jahren dem Menschen angeschlossen und leben heute, außer in den Tropen, auf der ganzen Welt. In den Städten werden sie sehr zahm und hüpfen frech zwischen Tischen von Straßencafés herum.

Die Weißstörche bei uns heißen auch Klapperstorch, das Schnabelgeklapper ist ihre Sprache, Singen und rufen wie andere Vögel machen sie kaum. Typisch ist, dass sie auf einem Bein stehen und Kopf und Schnabel in die langen Federn des Halses, dann ruhen sie sich aus. Störche fliegen im Winter bis zu 10.000 Kilometer weit weg, und im Frühling wieder zurück zu uns und bauen dann hier ihre typischen großen Nester. Sie fressen Insekten und Frösche und anderes Kleintier, das auf feuchten Wiesen lebt. Immer mehr feuchte Wiesen werden trocken gelegt, damit dort Landwirtschaft betrieben werden kann, die mit Gift und Dünger zusätzlich potentielle Futtertiere vernichtet.


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