Ferdinand


Darum geht’s

Schauplatz ist eine Zuchtfarm für Kampfstiere in Spanien: Schon die kleinen Kälber rangeln und kämpfen miteinander, jeder will der stärkste sein, um dann irgendwann als großer Stier für den Kampf in der Arena in Madrid ausgewählt zu werden. Die Hauptfigur Ferdinand interessiert sich nicht sehr dafür, er liebt Blumen mehr als Prügeleien. Ausgerechnet sein Vater wird für die Arena ausgesucht. Alle anderen Kälber sind neidisch, aber Ferdinand ist traurig, dass er seinen Vater verliert. Er läuft weg und bricht irgendwann entkräftet zusammen. Das Mädchen Nina, deren Vater eine Blumenfarm betreibt, nimmt ihn in ihrer Familie auf. Als er auf eigene Faust ein Blumenfest in der Stadt besucht, erschrecken sich die Menschen sehr und sein Ausflug endet in einem heillosen Chaos. Ferdinand landet schließlich doch noch in der Arena, den Kampf gegen den Matador Ronaldo entscheidet er jedoch für sich – mit seiner Stärke und am Ende ohne Blutvergießen.

Das Besondere an diesem Film

Jeder der Charaktere ist etwas Besonderes: von den kleinen Kampfstieren bis zum Hochlandbullen, von der hässliche Ziege Elvira, den arroganten Lipizzaner bis zu den drei lustigen Igeln. So ist der Film bunt, fröhlich und liebevoll. Einerseits schweben die Stiere in der Gefahr, in der Arena getötet zu werden, andererseits prägt sie eine unbändige Lebensfreude. Diese Polarität von Tod und Leben schafft eine besondere Stimmung, der man sich auch als Erwachsener nicht entziehen kann.

Wichtig fürs Projekt

Der Film über den Kampfstier Ferdinand basiert auf einem alten Kinderbuch. Für den Film wurden viele zusätzliche Figuren und Ereignisse konzipiert - damit es auch Kinder von heute anspricht. Der Film eignet sich, um über die Darstellung und Vermenschlichung von Tieren durch ihre jeweiligen Charaktereigenschaften und ihrer Gestik und Mimik in Filmen zu sprechen und welcher Klischees sich Filmemacher dazu gerne bedienen. Tiere zur Unterhaltung – Tiere als Freunde, diese beiden Sichtweisen werden parallel nebeneinander gezeigt. Dies öffnet für das Nachdenken über unser Verhältnis zu Tieren und der Diskrepanz in unserem Umgang von Nutz- und Haustieren.

Empfohlene Filmsequenz

0:57 - 1:12 min

Fragen fürs Unterrichtsgespräch

Tierische Hauptdarsteller:

Rind

Rinder werden meist als Nutztiere für die Milch- und Fleischerzeugung gezüchtet und gehalten. Es gibt viele verschiedenen Rassen, die alle aus einer Wildform domestiziert wurden: dem einst wildlebenden Auerochsen, auch „Ur-Rind“ genannt. Auerochsen gibt es heute nicht mehr, die heutigen Heckrinder sind ihre nächsten Verwandten. Auch Spanische Kampfrinder, zu denen die Rinder aus dem Film gehören, sind eine eigene Rasse. Ihnen ist gemeinsam, dass sie auf große Aggressivität hin gezüchtet werden, sie sehen dem Auerochsen noch sehr ähnlich.

Im Film kommen auch drei Igel vor. Sie sind sehr beliebte Tiere und viele Kinder kennen sie. Weitere Informationen zum Igel finden Sie hier.


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