Findet Nemo


Darum geht’s

Der kleine Clownfisch Nemo lebt im Pazifischen Ozean. Er hat einen sehr überbehütenden Vater, der ihn vor allem zu beschützen versucht. Nemo selbst ist aber eher abenteuerlustig und neugierig und so wird er auf einem seiner Ausflüge von einem Taucher gefangen. Sein neues Zuhause wird das Aquarium in einer Zahnarztpraxis – aus dem ihm schließlich die Flucht gelingt, durch den Abfluss, in die Kanalisation und wieder ins Meer. Und dort finden Vater und Sohn irgendwann wieder zusammen.

Das Besondere an diesem Film

  • Die allesamt etwas schrägen Figuren sind liebenswert und vermitteln die wichtige Botschaft, dass man zusammen viel erreichen kann. Und auch die kleinen Geschichten rund um die große Story sind perfekt für Kinder in der Grundschule: der Helikoptervater und der Sohn, der langsam flügge wird und seine eigenen Erfahrungen und Fehler machen will.
  • Der Film macht neugierig auf die Vielfalt der Unterwasserwelt – er ist aber auch ideal, um unseren Einfluss auf die Meere, weitab von Pazifik und Korallenriffen, deutlich zu machen. Als Nemo in die Kinos kam, bekamen viele Kinder einen Clownfisch geschenkt. Die Fangquoten wurden daraufhin drastisch erhöht, obwohl diese Fische keineswegs als Haustiere taugen.
  • Auch den Unterschied zwischen Fiktion und Wirklichkeit kann man an einem Beispiel eindrucksvoll verdeutlichen. Im Film gelangt Nemo durch die Kanalisation in die Freiheit. Diese Szene haben viele Kinder „nachgespielt“: das Leben vieler kleiner Aquariumsbewohner endete so im trüben Wasser der Kanalisation.
Empfohlene Filmsequenz

1:05 - 1:22 min
Weitereführendes Material

Arbeitsblätter

Fragen fürs Unterrichtsgespräch

Tierische Hauptdarsteller:

Clownfisch

Clownfische gehören zu den Anemonenfischen, die in Symbiose mit Meeresanemonen leben. In der Anemone finden die Clownfische Schutz vor ihren Fressfeinden. Dabei verteidigen sie die Tentakeln der Anemone vor Fressfeinden. Es profitieren also beide Symbiosepartner. Anemonen gehören zu den Nesseltieren, deren Tentakeln mit sogenannten Nesselkapseln besetzt sind. Bei Berührung können sie zu Verletzungen führen. Clownfische erwerben eine Immunität dagegen, indem sie schon als Jungfische durch leichten Kontakt einen Nesselschutz aufbauen. Clownfische kommen vom Indischen Ozean bis zum Westpazifik vor.

Doktorfisch

Dorie aus dem Film ist ein Paletten-Doktorfisch. Auch diese Fische leben in Korallenriffen. Sie ernähren sich von Algen und Plankton und bewahren das Riff dadurch vor Veralgung. Doktorfische haben ihren Namen aufgrund einer Knochenklinge an der Schwanzwurzel, die sie zur Verteidigung nutzen und die scharf wie ein Skalpell ist.

Hai

Wenn von Haien die Rede ist, assoziiert man häufig den Weißen Hai. Im Film gibt es zwei weitere Arten: einen Hammerhai und vermutlich einen Kurzflossen-Mako. Haie haben häufig einen schlechten Ruf. Dies ist besonders durch den Film „Der weiße Hai“ entstanden. Doch nur wenige Haiarten können Menschen gefährlich werden. Da Menschen nicht zu ihrer natürlichen Nahrung zählen, ist die Gefahr eines Haiangriffs schwindend gering. Umgekehrt ist der Mensch aber eine große Gefahr für Haie: Wegen ihres Fleisches – vor allem wegen der Flossen – werden sie oft grausam gejagt: Beim sogenannten „Finning“ werden ihnen die Flossen bei lebendigem Leib abgetrennt. Dann werden sie ins Meer zurückgeworfen und verenden dort.

Meeresschildkröte

Meeresschildkröten kommen weltweit in tropischen und subtropischen Meeren vor. Im Film handelt es sich um die Echte Karettschildkröte, Ihr Panzer ist abgeflacht und stromlinienförmig. Meeresschildkröten schwimmen oft weite Strecken und kommen nur zur Eiablage aus dem Wasser. Sie kehren dafür an den Strand zurück, an dem sie selbst geschlüpft sind. Die Eier werden dann im Sand abgelegt und durch die Wärme der Sonne ausgebrütet. Meeresschildkröten sind gefährdete Tiere, zur größten Bedrohung zählen Jagd und Umweltverschmutzung.

Pelikan

Pelikane können trotz ihres enormen Gewichts fliegen und sind somit die schwersten flugfähigen Vögel. Man erkennt sie an ihrem Kehlsack, der sich an der Schnabelunterseite befindet und viele Liter Wasser fasst. Sie ernähren sich hauptsächlich von Fischen. Mit ihrem Schnabel nehmen sie Wasser und Fische auf, dann pressen sie das Wasser mit geschlossenem Schnabel aus dem Kehlsack, sodass nur die Fische zurückbleiben und gefressen werden.


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