Rio


Darum geht’s

Rio ist ein Spix-Ara, der als Küken im brasilianischen Urwald von Tierschmugglern gefangen wird. Beim Transport zum Tierhändler in die USA fällt er einem kleinen Mädchen buchstäblich vor die Füße und wächst bei ihr auf. Die beiden bekommen Besuch von einem brasilianischen Wissenschaftler, der ein Artenschutzprogramm für Spix-Aras betreut und möchte, dass Rio mit Jewel, einem Spix-Ara-Weibchen, das vielleicht das letzte ihrer Art ist, Nachkommen zeugt. Es ist ein lustiges Hin und Her, wie sich die beiden Menschen und besonders auch die beiden Vögel zusammenraufen. Erstmal haben sie mit Paarung nichts im Sinn, Rio will zurück zu den Annehmlichkeiten der Zivilisation. Jewel dagegen will zurück nach Hause in den Urwald. Bis es dann am Ende von Teil 1 doch mit dem Nachwuchs klappt, passiert so einiges: Karneval in Rio, die Verfolgung durch den bösen Kakadu Nigel und vieles mehr.

Das Besondere an diesem Film

Ein bunter Film voller Musik und Lebensfreude, dazu viel Humor und Situationskomik, der sich keiner entziehen kann.

Wichtig fürs Projekt

Die Tiere sind einerseits sehr realistisch, andererseits sehr vermenschlicht dargestellt. Dies weckt einerseits Empathie für die Filmhelden, andererseits wird aber auch das Verständnis für die tatsächlichen Bedürfnisse der Tiere gefördert. Die Bedrohung des Regenwaldes ist Thema und Teil der Handlung: Habgierige Menschen mit Käfigen, die seltene Tiere fangen, um sie verkaufen sowie die Zerstörung durch große Bagger, weil eine Straße gebaut werden soll. Ein solch ernstes Thema wird gut bearbeitet und regt zum Nachdenken an ohne die Kinder zu verängstigen.

Fragen fürs Unterrichtsgespräch

Tierische Hauptdarsteller:

Spix-Ara

Auf der Roten Liste der IUCN (International Union for Conservation of Nature), die den weltweiten Gefährdungsstatus von Tier- und Pflanzenarten anzeigt, wird der Spix-Ara als „in der Natur ausgestorben“ geführt. Häufig können solche Arten nur dank Erhaltungszuchtprogrammen, bei denen Tiere in Zoos und anderen Eirichtungen nachgezüchtet werden, vor dem kompletten Aussterben bewahrt werden. Bei solchen Artenschutzprogrammen ist das langfristige Ziel, die nachgezüchteten Tiere wieder in ihrem ursprünglichen Lebensraum anzusiedeln. Das eigentliche Verbreitungsgebiet des Spix-Aras lag im brasilianischen Bundesstaat Bahia. Da viele Teile der Regenwälder Brasiliens durch Abholzung bedroht sind, ist eine Wiederansiedlung jedoch nur in Schutzgebieten möglich. Diese ist aber erfreulicherweise in naher Zukunft geplant.

Kakadus gehören zu den Papageien, sind in Australasien heimisch und bewohnen unter anderem Regenwälder. Sie ernähren sich von pflanzlicher Nahrung wie Früchten, Nüssen und Samen. Kakadus sind monogame Tiere, die meist in großen Schwärmen leben. Manche Arten kommen noch häufig vor, andere sind in ihren Beständen gefährdet.

Tukane gehören zu den Spechten, deshalb auch die markanten großen Schnäbel. Der Riesen Tukan ist die größte Tukanart, er ist ein Baumbewohner, der zum Brüten Höhlen von alten, dicken Bäumen nutzt. Wegen ihres eindrucksvollen Aussehens werden sie leider oft gejagt und sind auch als Haustier begehrt.


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